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Die größten Stressmacher

Stress gehört einfach zum Leben.
Wenn es die richtige Art von Stress in den richtigen Mengen ist, wirkt er als positive und motivierende Kraft, mit deren Hilfe Sie Ihre Ziele erreichen und Projekte abschließen können. Negativer Stress über längere Zeit hinweg kann jedoch Ihrer Gesundheit schaden. Je intensiver der negative Stress ist, desto größer ist auch der Effekt, den er auf Ihren Körper haben kann. Es gibt Zeiten im Leben, wo es besonders hilfreich ist, den eigenen
Stresslevel im Auge zu behalten und verstärkt darauf zu achten, sich genug Zeit für Entspannung und ausgleichende Aktivitäten zu nehmen.

1967 entwarfen zwei Psychiater, Thomas Holmes und Richard Rahe, eine Studie, in der sie die größten Stressauslöser im Leben nach Belastung ordneten. Zuerst untersuchten sie die medizinischen Akten von 5.000 Patienten, um festzustellen, ob stressige Ereignisse Krankheiten auslösen könnten. Dann baten sie Patienten, 43 wichtige Ereignisse im Leben nach ihrer Belastung zu ordnen. Holmes und Rahe entdeckten einen Zusammenhang zwischen großem Stress im Leben und Krankheiten. Seit der Veröffentlichung dieser bahnbrechenden Studie haben viele andere die Verbindung zwischen Stress und Krankheit nachgewiesen und somit den Verdacht bestätigt, dass stressige Ereignisse im Leben auf verschiedene Art und Weise zu Krankheiten führen können. Laut der Stressskala von Holmes und Rahe ist das stressreichste Ereignis für einen Erwachsenen der Tod des Ehepartners. Scheidung und Trennung folgen gleich danach. Der Verlust des Ehepartners kann für die Seele wie auch den Körper ein furchtbarer Schlag sein. Der extreme Stress während dieser Zeit äußert sich in den unterschiedlichsten Formen. Ob es nun Depressionen, Essstörungen, unkontrolliertes Verhalten, Manien oder sonst etwas ist – das stressige Ereignis macht sich für gewöhnlich körperlich bemerkbar. Stress kann auch das Immunsystem schwächen und den Körper so anfälliger für Krankheiten machen. Er kann Stimmungsschwankungen auslösen und die Konzentration auf die Arbeit so gut wie unmöglich machen. Etwas unterhalb des Verlusts eines Ehepartners– egal, ob aufgrund von Tod, Scheidung oder Trennung – stehen Verletzungen und Krankheit. Verliert man aufgrund einer Krankheit die Fähigkeit, normal zu funktionieren, kann dies zu einer ganzen Bandbreite von negativen Gefühlen führen. Der Frust, den eine lange Krankheit auslöst, verursacht Stress, der es dann wiederum schwerer macht, gesund zu werden. Meditieren, Entspannungsübungen, Visualisierungstechniken und andere stressreduzierende Aktivitäten, darunter auch Sport – mit dem ganz hervorragend Stress abgebaut und Depressionen gelindert werden können – und sogar sanfte Wasser -gymnastik unterstützen daher den Menschen während der Genesung von Verletzungen oder
Krankheiten. All diese Übungen können bei langen Krankheiten Wunder für Körper und Geist wirken. Auch positive Ereignisse können negativen Stress auslösen. Heiraten zum Beispiel steht in der Skala von Holmes und Rahe an siebenter Stelle. Natürlich ist eine Hochzeit eine schöne Feier, bei der zwei Menschen ihr gemeinsames Leben beginnen. Doch wie die meisten Eheleute wissen, sind die Organisation einer Hochzeit und die damit verbundenen Veränderungen, wie das Zusammenziehen, mit unglaublich viel Stress verbunden. Der ständige Energieaufwand und das Planen der tausend kleinen Details, die den schönsten Tag im Leben zu etwas ganz Besonderem machen sollen, sind für ein Paar sehr anstrengend. Und obwohl Ferien, Feiertage, Schwangerschaften und Beförderungen generell als schöne, positive Ereignisse gelten, finden sie sich den noch alle auf der Liste der stressigsten Situationen im Leben wieder. Man darf nicht vergessen, dass auch positive Ereignisse negative Auswirkungen auf die Gesundheit haben können. Wenn Sie sich also in einer dieser Situationen wiederfinden, denken Sie daran, gut auf sich achtzugeben. Das kann bedeuten, dass Sie sich gesünder ernähren, um Ihrem Körper die Nährstoffe zuzuführen, die er für die Kräftigung von innenbraucht. Es kann auch bedeuten, dass Sie öfter ins Fitnessstudio gehen oder sogar jeden Tag ein paar Minuten nur zum Entspannen einplanen. Besonderer Stress im Leben kann in jedem Alter auftreten. Die Skala von Holmes und Rahe gibt es auch in modifizierter Form für Teenager. Dort findet man zwar viele derselben Ereignisse, es gibt jedoch in der neuen Skala auch einige interessante Unterschiede. Bei Teenagern können zum Beispiel Veränderungen bei der Akzeptanz von Gleichaltrigen zu großem Stress führen. Wenn sich ihre sozialen Kreise verändern, kann das für Teenager das Zusammenbrechen einer Welt bedeuten und zu viel ungesundem Stress führen. Eltern können in solchen Phasen helfen, indem sie gesunde Ernährung, genügend Schlaf und regelmäßige körperliche Bewegung unterstützen, da ein gesunder Körper viel besser mit Stress umgehen kann. Trennungen, die Scheidung der Eltern, ungewollte Schwangerschaften, schlechte Noten und neue Ehepartner der Eltern – all das findet man auf der Liste für Teenager. Und genauso wie bei Erwachsenen können freudige Ereignisse natürlich auch bei Teenagern und jungen Erwachsenen Stress auslösen. Hochzeiten, die ersten Beziehungen, neue Geschwister und vermehrte oder sogar weniger Streitereien mit den Eltern sind alles mögliche Ursachen für Stress. Jede Veränderung im Leben bringt auch Stress mit sich. Als Eltern liegt es in unserer Verantwortung, über unsere Kinder zu wachen und ihnen dabei zu helfen, mit Stress auf positive Art und Weise umzugehen, auch wenn dieser durch Situationen hervorgerufen wird, die wir als gut empfinden. Es gibt vielerlei Methoden, mit denen Menschen jeden Alters ihren Stresslevel senken können. Und natürlich helfen jedem Menschen unterschiedliche Dinge. Finden Sie eine Aktivität, die Sie entspannt und regeneriert. Lesen Sie ein Buch, hören Sie beruhigende Musik, zünden Sie Räucherstäbchen an, gehen Sie ins Fitnessstudio, treiben Sie Sport, plaudern Sie mit Freunden und so weiter. Alles, wobei Sie sich besser fühlen und was den Stress etwas lindert, ist das Richtige. Das ganze Leben lang gibt es Ereignisse, die zu erhöhtem Stress führen. Die Faustregel lautet im Allgemeinen: Je größer die Auswirkungen des Ereignisses, desto höher die Chance, dass der Stress sich auf unsere Gesundheit auswirkt. Auch in Phasen, die nicht als stressig empfunden werden, kann es nicht schaden, regelmäßig stressabbauende Übungen zu machen und sich um den Körper zu kümmern. So wissen Sie bereits, wie Sie emotional mit dem Stress fertig werden, wenn er sich bemerkbar macht. Je mehr Kontrolle Sie in stressigen Phasen haben, desto geringer ist das Risiko, dass durch den Stress Krankheiten entstehen. (aus: the art of growing young 12/11)

Die Stressskala von Holmes und Rahe
1. Tod des Ehepartners – 2. Scheidung – 3. Trennung – 4. Gefängnisstrafe – 5. Tod eines engen Familienmitglieds – 6. Verletzung oder Krankheit – 7. Heirat – 8. Verlust des Arbeitsplatzes – 9. Versöhnung mit dem Ehepartner – 10. Pensionierung – 11. Veränderung des Gesundheitszustands eines Familienmitglieds – 12. Schwangerschaft – 13. Sexuelle Probleme – 14. Familienzuwachs – 15. Berufliche Neuausrichtung – 16. Veränderung der finanziellen Lage – 17. Tod eines guten Freundes – 18. Berufswechsel – 19. Veränderung der Häufigkeit von Streitigkeiten – 20. Hohe Hypothek – 21. Zwangsvollstreckung oder Lohnpfändung – 22. Änderung des beruflichen Verantwortungsbereichs – 23. Auszug des Kindes – 24. Probleme mit den Schwiegereltern – 25. Außergewöhnliche persönliche Leistung – 26. Ehepartner beginnt oder hört auf zu arbeiten – 27. Eintritt in oder Abschluss der Schule – 28. Änderung der Wohnbedingungen – 29. Änderung persönlicher Gewohnheiten – 30. Probleme mit dem Vorgesetzten – 30. Probleme mit dem Vorgesetzten – 31. Veränderung der Arbeitszeit oder der Arbeitsbedingungen – 32. Umzug – 33. Schulwechsel – 34. Änderung der Freizeitgestaltung – 35. Änderung der Kirchenaktivitäten – 36. Änderung sozialer Aktivitäten – 37. Niedrige Hypothek oder Kredit – 38. Änderung der Schlafgewohnheiten – 39. Änderung der Anzahl von Familientreffen – 40. Änderung der Essgewohnheiten – 41. Urlaub – 42. Weihnachten – 43. Geringfügiges Delikt

 


One Response to Die größten Stressmacher

  1. Gefaellt mir sehr die Seite. Schone Themenwahl.