Unser höchstes Gut

Expandmenu Shrunk


Ernährungsumstellung

Von salzreich auf salzarm

Laut einer kürzlich von den Centers for Disease Control and Prevention durchgeführten Studie nehmen neun von zehn Amerikanern viel zu viel Natrium über ihre Ernährung auf.

Natrium ist in den meisten Lebensmitteln zu finden und der Hauptbestandteil herkömmlichen Kochsalzes, das neben Natrium lediglich eine weitere Substanz enthält, nämlich Chlorid. Die übermäßige Aufnahme von Salz lässt sich größtenteils auf die ungesunde Ernährung vieler Menschen, darunter vor allem Einwohner westlicher Länder, zurückzuführen. – Deshalb Ernährungsumstellung- Die Mayo Clinic gibt an, dass über 75% des aufgenommenen Salzes aus industriell verarbeiteten Lebensmittel und Fertiggerichten stammen, die in den meisten amerikanischen Küchen zu finden sind. Weil sich Fertiggerichte natürlich nicht nur in den USA großer Beliebtheit erfreuen, ernähren sich auch andere Nationen zu salzreich.

Wer regelmäßig zu Fertiggerichten greift, setzt sich durch diese Wahl dem Risiko erhöhter Natriumwerte aus. – Deshalb Ernährungsumstellung- Natrium wird sowohl als Geschmacksverstärker als auch als Konservierungsstoff in verarbeiteten Lebensmittel eingesetzt. Es gibt allerdings ein Land in Nordeuropa, dem es gelungen ist, die Natriumaufnahme seiner Bevölkerung einzuschränken. – Finnland. Die Ergebnisse sind verblüffend.

Während der 60er Jahre rief der finnische Verband für Herzgesundheit eine umfassende Kampagne für die natriumarme  Ernährung ins Leben. Diese Kampagne dauert (mit einigen Veränderungen) bis heute an. Dank dieses Programms verzeichnet Finnland gegenwärtig die geringste Natriumaufnahme pro Kopf in der ganzen westlichen Welt. Natürlich spielen auch andere Faktoren eine Rolle für ein gesundes Herz-Kreislauf-System, aber der positive Einfluss einer natriumarmen Ernährung ist nicht von der Hand zu weisen. – Deshalb Ernährungsumstellung-

Wieso erhöht Salz den Blutdruck?

Weil Salz zu Wassereinlagerungen im Körper führt.  Zu viel Salz resultiert in einem Anstieg der Körperflüssigkeiten (hauptsächlich Wasser) über die normale Menge hinaus. Dadurch wird mehr Druck auf die Wände der Blutgefäße ausgeübt. Die Folge: Sie verdicken und werden enger. Es wird immer mehr Druck benötigt um Blut durch den Körper zu pumpen. Dieses Phänomen ist allgemein  unter der Bezeichnung hoher Blutdruck bekannt und kann leicht gemessen werden. Das Herz tut sich schwerer, um den Körper mit Sauerstoff und Nährstoffen zu versorgen. Je höher der Blutdruck, desto wahrscheinlicher ist das Auftreten von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. – Deshalb Ernährungsumstellung-

Derzeit geht man davon aus, dass die gesunde Natriummenge, die pro Tag aufgenommen werden kann, zwischen 1.800 und 2.400 mg liegt. In manchen Ländern der westlichen Welt, in denen Fertiggerichte an der Tagesordnung sind, werden durchschnittliche Tagesmengen von bis zu 10.000 mg mit der Nahrung aufgenommen. Das ist beinahe die vierfache Menge des empfohlenem Höchstwertes! Ungesund hohe Salzwerte können gesenkt werden, indem Fertiggerichte so weit wie möglich vom Speiseplan gestrichen und durch Obst, Gemüse, Vollkornprodukte, mageres Fleisch, Fisch, Nüsse, Samen und fettarme Milchprodukte ersetzt werden. Damit fällt auch Fast Food weg, das für seinen hohen Natriumgehalt geradezu berüchtigt ist. – Deshalb Ernährungsumstellung-

Wenn Sie Ihr Essverhalten auf eine salzarme Ernährung umstellen möchten, sollten Sie Fertiggerichte möglichst vermeiden. In der Praxis bedeutet das Folgendes: Verzichten Sie öfter mal auf Chips, Salzbrezen, salzhaltige Konserven, Fertiggerichte und- soßen, salzhaltige Zerealien, Mikrowellenpopcorn, in Essig eingelegtes Gemüse, Oliven und viele weitere industriell verarbeitete Lebensmittel. All diese Lebensmittel enthalten sehr viel Salz, weil Salz einen billigen Geschmacksverstärker und ein preisgünstiges Konservierungsmittel abgibt. Als es noch keine Kühlschränke gab, war Salz die gängige Methode zur Lebensmittelkonservierung. – Deshalb Ernährungsumstellung-

Mittlerweile sind zwar natriumarme Varianten vieler verarbeiteter Lebensmittel erhältlich, aber am einfachsten ist es immer noch, sich mit frischer Kost zu ernähren. Obst und Gemüse enthalten in der Regel nur sehr wenig Natrium, dafür aber viele wichtige Phytonährstoffe.

Wer viel Salz mit der Nahrung aufnimmt, tut sich wegen der geschmacklichen Gewöhnung mit einer solchen Ernährungsumstellung möglicherweise etwas schwerer. Salzarme Speisen schmecken zu Beginn eher fad. Nach einiger Zeit passen sich die Geschmacksknospen aber an, sodass feinere Geschmacksnuancen, die vorher garr nicht wahrgenommen wurden, erkannt werden. Salz schmeckt man sofort heraus. Wenn es Ihnen gelingt, darauf zu verzichten, schmecken Sie schon bald wieder viele natürliche und komplexe Aromen, die vorher durch Salz blockiert wurden. – Deshalb Ernährungsumstellung-

Am besten kochen Sie selbst, denn dann haben Sie allein die Kontrolle über den Salzgehalt Ihrer Mahlzeit. Sie könnten z.B. ab jetzt die empfohlene Menge Salz in jeden Rezept halbieren. Haben Sie sich erst einmal daran gewöhnt, können Sie die verbleibende Menge noch einmal halbieren. Gibt es in Ihrer Familie Kandidaten, die automatisch zum Salzstreuer greifen, noch bevor sie das Essen überhaupt probiert haben? Dann nehmen Sie ihn doch einfach vom Tisch.

Die Finnen haben es vorgemacht: Durch die verringerte Aufnahme von Salz können wir das Risiko von Herzleiden senken. Wenn Sie also das nächste Mal im Supermarkt vor den Fertiggerichten stehen, sollten Sie entschieden weitergehen. Sie können außerdem den Natriumgehalt verschiedener Produkte vergleichen, indem Sie die Angaben auf den Etiketten lesen. – Deshalb Ernährungsumstellung- (aus: the art of growing young 06/2011)