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Ernährung und Stimmung

Ernährung und Stimmung hängen eng zusammen.

Wie Sie sich heute ernähren, beeinflusst, wie Sie sich morgen fühlen. Viele Menschen, die unter depressiven Stimmungen leiden, stellen fest, dass es ihnen besser geht, wenn sie sich gesünder ernähren. Weniger Fertiggerichte und mehr natürliche Lebensmittel können die Stimmung aufhellen.

Unsere Ernährung wirkt sich auf vielfältige Art und Weise auf unsere Stimmung aus. Durch eine gesunde Ernährung ist der Körper besser auf den hektischen Alltag vorbereitet. Wenn Sie sich nur mangelhaft mit Energie versorgen, werden Sie sich müde und abgeschlagen fühlen – ein Zustand, in dem sich ein kleines Ärgernis im Beruf schnell zu einem Riesenproblem auswächst und Sie bis nach Hause verfolgt. Ernähren Sie sich jedoch so, dass Sie sich energiegeladen und geistig wach fühlen, können Sie viel besser mit Belastungen umgehen.

Die Zusammenhänge von Ernährung und Stimmung gehen allerdings noch tiefer. Mehrere Studien belegen, dass zwischen der Stimmungslage und der Ernährung eine Verbindung besteht. In einer Untersuchung zu Omega-3-Fettsäuren wurde nachgewiesen, dass die Teilnehmer, die am wenigsten ungesättigte Fettsäuren, die gut für Herz und Hirn sind, zu sich nahmen, häufiger Anzeichen von Depression zeigten und zu einer negativeren Gesamteinstellung neigten. Wie aus weiteren Untersuchungen hervorgeht, besteht außerdem eine Verbindung zwischen Omega-3-Fettsäuren und Affektstörungen, darunter bipolare Störung und Schizophrenie.

Sie brauchen kein  Wissenschaftler zu sein, um den Zusammenhang zu verstehen. Fette sind ein wichtiger Bestandteil des Gehirns. Genau dieselben Fette finden sich in vielen Kaltwasserfischen. Liegt da nicht die Schlussfolgerung nahe, dass die Aufnahme solcher Fette Gehirnfunktionen begünstigen und die Stimmung verbessern könnte?

Moderne Fertiggerichte enthalten kaum noch Nährstoffe. Statt der dringend  benötigten Energie führen Sie Ihrem Körper damit lediglich eine Überdosis Zucker und Fett zu. Die Folge: Sie fühlen sich körperlich und emotional ausgelaugt.

Das können Sie vermeiden, indem Sie sich ansehen, wovon sich unsere Vorfahren so ernährt haben. Vor 100 oder gar 1.000 Jahren gab es schließlich noch keine Fast-Food-Restaurants, geschweige denn vor Hunderttausenden von Jahren. Die damalige Ernährung ist größtenteils auch heute noch diejenige, die für den Körper am besten ist. Unsere Vorfahren, die Jäger und Sammler, verzehrten Pflanzen und Tiere, die sie erlegten, nicht übersättigte Fertigprodukte, die unzählige Antibiotika und Wachstumshormone enthalten.

Diese Art der Ernährung wirkte sich ganz anders auf den Körper aus als das heutige Essverhalten. Nüsse und Beeren versorgten die Menschen mit Eiweiß, einfach ungesättigten Fetten und Antioxidanzien. Beeren, z. B. Blaubeeren oder Himbeeren, zeichnen sich durch einen hohen Gehalt an Antioxidanzien und Phytonährstoffen

aus. Sie stecken außerdem voller wichtiger Aminosäuren, Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe. Eine Handvoll Nüsse liefert dem Körper einfach gesättigte Fette und Eiweiße, aus denen er Energie gewinnt und die dafür sorgen, dass sich ein Sättigungsgefühl einstellt. Eine Handvoll Beeren-Nuss-Mix eignet sich ideal als energiereicher, stimmungsaufhellender Snack und bildete früher einmal die Ernährungsgrundlage eines jeden Jägers und Sammlers.

Frisches, nicht genmanipuliertes Obst und Gemüse bietet ähnliche Vorteile. Es wird auf jedem Wochenmarkt und in Bioläden angeboten. Damit sichern Sie sich eine nährstoffreiche Portion gute Laune ohne Chemikalien und ohne Fast- Food – Zutaten.

Die Jäger und Sammler ernährten sich einst von viel Obst, Gemüse, Nüssen, Beeren und weiteren Pflanzen, aber auch von Tieren, die sie erlegen konnten. Dazu zählten Fische aus Seen und Flüssen und Wild wie Büffel, Rehe oder Geflügel.

All diese verschiedenen Arten hatten eines gemeinsam: Sie waren frei von jeglichen Wachstumshormonen und unnatürlichen Chemikalien und bewegten sich genauso viel wie unsere Vorfahren, die Jagd auf sie machten. Weil es weder Massentierhaltung noch Überzüchtung gab, fraßen auch die Tiere selbst nur frisches,

natürliches Futter. Das Verhältnis von Omega-6- zu Omega-3-Fettsäuren war daher fast so gesund wie bei Fisch.

Auch wenn wir unser Essverhalten nicht an das unserer Vorfahren angleichen können, so haben wir doch die Möglichkeit, uns mit viel Obst, Gemüse, Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten, magerem Fleisch (Grasfütterung) und Produkten, die wenig gesättigte Fette und wenig Zucker enthalten, gesund zu ernähren. Wenn Sie diese Richtlinien befolgen, versorgen Sie Ihren Körper und Ihren Geist mit stimmungsaufhellenden Nährstoffen.

Um wie ein Jäger und Sammler zu essen, sollten Sie außerdem alle Lebensmittel vermeiden, die hohe Anteile gesättigter Fette (vor allem Trans-Fette), Zucker, raffinierte Nahrungsmittel und künstliche Chemikalien enthalten. Sehen Sie sich die Lebensmitteletiketten genau an. Dort finden Sie eine Reihe von Zutaten aufgelistet,

die Sie vermutlich nicht einmal aussprechen können und die garantiert nicht in den Mägen Ihrer Vorfahren gelandet sind. Derlei Lebensmitteln fehlen nicht nur die vom Körper benötigten Nährwerte, sondern sie enthalten auch Zutaten, die die Stimmung drücken.

Die richtige Ernährung gilt gemeinhin als Grundlage für die gute Gesundheit. Mit den richtigen Nahrungsmitteln können Sie aber auch Einfluss auf Ihre Stimmung nehmen. Wenn Sie also nächstes Mal Trübsal blasen, bringen Sie sich in eine bessere Stimmung, indem Sie sich wie unsere Vorfahren ernähren.

(aus the art of growing young 04-2012)


2 Responses to Ernährung und Stimmung

  1. Tolle Hinweise! Ich werde mich damit mal genauer auseinander setzen! Freue mich auf weitere Posts!

  2. Toller Artikel, gefällt mir gut. Ich habe diesen auf Social Media geteilt und einige
    Likes dafür bekommen. Weiter so!